Globaler Klimastreik im Bünder Land

Einfach hinkommen oder mitradeln

Du bist erst kurz oder schon ganz lang auf dieser Erde? Ganz egal, sie braucht dich jetzt! Komm' mit zum Klimastreik und sag' "denen da oben", dass sie hinne machen sollen!

Du warst noch nie auf einer Demo? Macht nichts, das "erste Mal" ist immer unvergesslich!

Route der gemeinsamen Klimastreik-Radtour - 16 km gut drauf!

Warum mitmachen beim globalen Klimastreik?

Wir wissen (fast) alle, dass wir handeln müssen. Weniges liegt in unserer persönlichen Macht. Mehr bewirken wir als Gemeinschaft, zum Beispiel in einem Naturschutzverein. Aber das große Rad dreht sich in der Politik, durch unsere Volksvertreter. Könnte sich drehen, wenn dort mutig und schnell für Mensch und Umwelt und gegen den Klimawandel gehandelt würde. In den letzten zwanzig Jahren war das leider nicht der Fall. Uns allen, die wir als Einzelne eher wenig bewirken können, obliegt es als Gemeinschaft der Politik zu sagen: Tut viel mehr. Und tut es jetzt sofort!

 

Warum findet der Klimastreik im Kreis Herford an diesen drei Orten statt?

Wir haben diese Flächen ausgewählt aus einem Meer von Beispielen für noch mehr Versiegelung unserer Landschaft. Alle Städte und Gemeinden in der Region planen in den nächsten Jahren großflächige Versiegelungen auf klimasensiblen Flächen - wie besonders tiefgründige Böden, in der Nähe von Flüssen oder auf innerstädtischen Grünflächen. Dabei wissen wir, dass wir gerade diese Flächen für die Anpassung an den Klimawandel dringend brauchen, aber weitgehend unversiegelt: Als Wasserfilter, als CO2-Senke und für den Wasserrückhalt bei Starkregen.  Statt sie zu versiegeln, müssen wir sie naturnäher gestalten, damit sie uns zukünftig den größten Nutzen bringen können. 

Warum genau dort in Röding-hausen?

In der kleinteiligen, dörflichen Kulturlandschaft vor dem Höhenzug des Wiehengebirges und nordöstlich der kleinen Kirche im Ortsteil Bieren soll ein über 30 ha großes Industriegebiet entstehen, so steht es im Entwurf des nächsten Regionalplans. Es sind äußerst fruchtbare und tiefgründige Böden bedroht, die ackerbaulich genutzt werden.

Die Flächen liegen überwiegend in Kuppenlage. Was eine Bebauung mit Industriehallen hier bedeuten würde, wird sich jeder vorstellen können. 

Warum in Bünde?

2019 haben wir uns, unterstützt von vielen Bünderinnen und Bürgern für den Erhalt der innerstädtischen Grünfläche am Feldmarkfriedhof an der Herforder Straße eingesetzt. Bis jetzt ist sie nicht bebaut worden. Wir möchten bei Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger nachfragen, was jetzt mit der Fläche geschehen wird. Dafür haben wir sie zur Kundgebung in Bünde angefragt. Was bisher geschah und wie die Grünfläche aussieht findest du hier...

Warum in Kirchlengern?

Fast alle Flüsse und Bäche in der Region wurden  vollständig begradigt. So auch die Werre in Oberbehme. Über Jahrzehnte galt die Divise: Die Industriegebiete bauen wir in bzw. an die (ehemaligen) Flussauen. Wer an die Else (z.B. in Bruchmühlen, Ennigloh, Kirchlengern) und die Werre blickt, unsere wichtigsten Flüsse im Kreis Herford, weiß, was damit gemeint ist.

Jetzt haben wir den Klimawandel und damit treten Starkregen und Hochwasser in bisher ungekannten Ausmaßen ein.

Was nun? Die ehemalige Werreaue in Oberbehme ist bereits von zwei Seiten mit Industrie vollständig umbaut. Können wir es uns als Gesellschaft leisten, dass auch der noch offene Abschnitt zwischen Hiddenhausen und Kirchlengern in Höhe des Gut Oberbehme versiegelt wird? Nutzt uns das Gebiet nicht mehr, wenn die wasserspeichernden Böden erhalten bleiben? Wenn eine zukünftig renaturierte Werre und ihre Aue wieder viel Wasser aufnehmen könnten, wodurch woanders Gebäude nicht von Überflutung bedroht wären? Diese Fragen möchten wir gerne den Bürgermeistern der planenden Gemeinden Hiddenhausen und Kirchlengern stellen, die wir angefragt haben. Eine Abbildung der geplanten Fläche für das neue Industriegebiet findest zu weiter unten.



Hier sehen Sie Werbung für den Klimastreik:

Diese älteren Herrschaften in blau schauen ein wenig streng! Aber die können auch anders! Versprochen!

Foto: NABU Herford
Foto: NABU Herford

Unsere Demobanner zum Klimastreik

In Rödinghausen

Luftbild (NW/Gerald Dunkel), bearbeitet (NABU Herford): Im neuen Regionalplan-Entwurf (laufendes Verfahren) ist ein Industriegebiet auf 30 ha bäuerlicher Kulturlandschaft vorgesehen.
Luftbild (NW/Gerald Dunkel), bearbeitet (NABU Herford): Im neuen Regionalplan-Entwurf (laufendes Verfahren) ist ein Industriegebiet auf 30 ha bäuerlicher Kulturlandschaft vorgesehen.

In Kirchlengern/Hiddenhausen

Foto (Hendrik Plooij), bearbeitet (NABU Herford): Feld- und Radweg mit blühenden Obstbäumen, der quer durch das landwirtschaftlich genutzte Plangebiet in Oberbehme verläuft. Es liegt direkt gegenüber der historischen Gutsanlage von Oberbehme.
Foto (Hendrik Plooij), bearbeitet (NABU Herford): Feld- und Radweg mit blühenden Obstbäumen, der quer durch das landwirtschaftlich genutzte Plangebiet in Oberbehme verläuft. Es liegt direkt gegenüber der historischen Gutsanlage von Oberbehme.

Anregende Ideen für bunte Plakate

Du weißt nicht, was du auf dein Plakat schreiben sollst?

  • Mensch bedenke, Land ist nicht vermehrbar!
  • Was du heute kannst freilassen, musst du morgen nicht entsiegeln!
  • Am Flächensparen führt kein Weg vorbei!
  • Der Er-Bauer ist dem Bauer sein Tod!
  • Du druckst mir Geld! Ich druck dir Landschaft?
  • Papa, was ist Klimawandel? Irgendwas mit Problemen, mein Sohn.
  • Opa, warum steht das Industriegebiet in der Aue? Das haben wir schon immer so gemacht!
  • Klimawandel ist nicht verhandelbar!
  • Jeder betoniert sich so gut wie er kann!
  • Wann bekommt die Natur den roten Teppich ausgerollt?
  • Hier könnte deine Idee stehen. Mail uns deinen Spruch unter nabu.herford@ewe.net

Lage der geplanten Fläche für das neue Industriegebiet in  Oberbehme

Luftbild: www.google.de (bearbeitet NABU Herford)
Luftbild: www.google.de (bearbeitet NABU Herford)