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In diesem Bereich halten wir Sie über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden.


"Wir haben es satt!" Aktive vom NABU Herford waren wieder mit dabei

Am 19. Januar 2019 haben wir in Berlin wieder Flagge gezeigt!

 Zum vierten Mal war der NABU-Kreisverband Herford jetzt in Berlin zur Demo. Waren beim ersten Mal nur sechs Teilnehmer dabei, so machten sich diesmal 50 Frauen und Männer auf dem Weg, um
gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Agrarpolitik auf die Straße zu gehen. Start und Ziel der nach Schätzungen 35.000 Demonstranten, darunter auch viele Bauern mit über 170 Traktoren, war das Brandenburger Tor. Während des gut zweistündigen Protestmarsches ging es mit viel Trommelmusik und kreativen Transparenten durch die Straßen Berlins.
Vor dem Auswärtigen Amt wurde es dann besonders laut: Mit einem „Kochtopf-Protest“ wurde von draußen ein unüberhörbares Signal für eine andere Agrarpolitik an die dort tagenden Agrarminister aus der ganzen Welt gesandt.
Der NABU Herford hat sich wiederholt an der Demo beteiligt, weil jeder EU-Bürger pro Jahr 114 € zahlt, damit Landwirte unsere Ernährung sichern und auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben. Das sind 58 Milliarden Euro insgesamt. Hiervon profitieren jedoch hauptsächlich die Betriebe, die viel Fläche haben bzw. bewirtschaften und dadurch in großem Stil produzieren können. Kleinere Höfe haben das Nachsehen und müssen aufgeben. Auch hier im Kreis Herford sieht man diese Entwicklung: In den Dörfern sind immer weniger aktive Bauern, Flächen werden zusammengelegt, Feldwege eingezogen. Übrig bleiben riesige Flächen ohne Wert für wildlebende Tiere und Pflanzen. Land ist für Investoren inzwischen das neue Gold geworden, für Vögel wie den Kiebitz, das Rebhuhn und die Lerche ist die Zukunft alles andere als glänzend. In den fünfziger Jahren waren Lerchen noch überall auf den Feldern anzutreffen, heute sind im Kreis Herford noch 150 bis 200 Brutpaare übrig geblieben. Umweltverbände, darunter der NABU, fordern deshalb eine Landnutzung, die das Überleben vieler geschützter Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume sichern kann.
Im letzten Sommer hat der NABU Kreisverband Herford mehrere Bauernhöfe im Kreis Herford besucht, die Lebensmittel naturverträglich herstellen, denn Höfe dieser Art brauchen unser aller Unterstützung.

 

Nach der Demo ist vor der Demo: Erzählt allen, wie spannend und heiter die Teilnahme an der Demo gewesen ist. Eine tolle Sache, bei allem Ernst der Lage. Auf das noch viel mehr Menschen aus der Region 2020 mitfahren und Alarm schlagen!

 

Tausende von Bauern und engagierten Natur- und Tierschützern kommen jedes Jahr in Berlin zusammenkommen, um für eine tiergerechte, umwelt- und sozialverträgliche Landwirtschaft zu demonstrieren.

 

Darum geht es: 

Die Forderungen des NABU zur naturverträglichen Agrarwende: 

  • Ökologische Leistungen sind die Voraussetzung für eine Direktzahlung an die Landwirte.
  • Ökologische Vorrangflächen umfassen zehn Prozent der Betriebsfläche.
  • Grünlandumbruch und das Trockenlegen von feuchten Grünlandstandorten sind nicht erlaubt.
  • Die Fruchtfolge wird vielfältiger: Sie besteht aus mindestens drei verschiedenen Arten.
  • Ackerland entlang von Gewässerrändern und auf Moorstandorten wird in Grünland umgewandelt.
  • Große Ackerflächen (mehr als 25 Hektar) werden unterteilt und ökologisch sinnvoll strukturiert.
  • Betriebe über 100 Hektar führen eine betriebliche Umweltplanung ein.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich bereits 2001 dazu verpflichtet, den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen. Bis jetzt sind wir von diesen Zielen noch meilenweit entfernt. Bei den Klimaschutzzielen in der Landwirtschaft ist ebenfalls noch viel zu tun. Eine Umgestaltung ist nötig, um den Negativtrends entgegenzuwirken.


11 Herforder Thesen ... zum Thema "Landschaft ist Leben!"

Die erste Naturschutztagung im Kreis Herford, am 29.-30.9.18 im Marta,  wirkt nach. Die Initiatoren der Tagung vom NABU, BUND und der Biologischen Station Ravensberg haben 11 Thesen veröffentlicht. Sie möchten damit gemeinsam aufzeigen, was jetzt im Kreis Herford und darüber hinaus für den Schutz unserer Landschaft getan werden muss. Jeder kann seine Beitrag dazu leisten! - Hier können Sie die Thesen herunterladen.

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11-Herforder-Thesen_Landschaft-ist-Leben
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Zur Zukunft des Naturschutzes im Kreis Herford

In einem Zeitungsinterview äußerte sich Friedhelm Diebrok, Vorsitzender des NABU Herford, zu den Perspektiven des Naturschutzes in der Region. Hier können Sie es herunterladen: 

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