NABU bildet Naturtrainer für NRW aus

Ausbildung in Herford auf der Zielgeraden  I  Zehn von zwölf Workshops sind absolviert

Warum bilden wir NaturtrainerInnen aus?

Der Schutz der heimischen Natur wird seit jeher stark vom ehrenamtlichen Engagement mitgetragen. „Naturtrainer in NRW“ ist ein Bildungsprogramm zur frühkindlichen Umweltbildung an Kindertages-stätten. Ziel des Projektes ist die generationen-übergreifende, spielerische Vermittlung von Wissen über Natur und Umwelt.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Dabei setzen wir auch schon auf die ganz Kleinen. Mit dem Projekt „Naturtrainer/in“ möchten wir Ehrenamtlichen vermitteln, wie sie Kindern ein Umwelt-Erleben anbieten können, aus dem ein dauerhaftes Umwelt-Handeln entstehen kann.

Eine Studie hat keinen Zweifel daran gelassen, dass ein späteres Engagement direkt mit außerschulischen Erfahrungen im Kindesalter verknüpft ist. Einmal dafür begeistert haben Kinder zudem eine nicht zu unterschätzende Multiplikatorwirkung im Hinblick auf ihre Eltern und Geschwister. Folgerichtig ist die Förderung der Natur- und Umweltbildung vor Ort ein aktueller Schwerpunkt des NABU NRW. Zu diesem Zweck wurde das „Naturtrainer-Projekt“ ins Leben gerufen.

 

 

Wer sind die NaturtrainerInnen?

Der Naturschutzbund Herford unterstützt Naturfreundinnen und Naturfreunde in ihrem Wunsch, Kindern im Vorschulalter ehrenamtlich die Natur und ihren Schutz näher zu bringen. In der „Ausbildung zum Naturtrainer und zur Naturtrainerin in NRW“ lernen im Kreis Herford fünf Männer und sechs Frauen, überwiegend in der nachberuflichen Phase, wie man Naturerfahrungen bereits unseren Kleinsten spielerisch und spannend vermitteln kann. Ganz gleich ob Hausfrau, ehemalige Lehrkraft, Erzieherin oder Tischler - der Spaß Kindern die Natur nahe zu bringen steht bei allen an erster Stelle.

 

 

 

Wie sieht die Ausbildung aus?

Die über sechzehn Monate laufende und zwölf Seminartage umfassende Ausbildung hat im Dezember 2016 begonnen. Die Workshops sind praxisnah gestaltet, wobei die Theorie natürlich nicht fehlen darf. Unter Anleitung von ausgebildeten Naturpädagoginnen lernen die angehenden Naturtrainerinnen und Naturtrainer neue Inhalte und legen sich ein Repertoire an Ideen, Spielen und Aktivitäten zu, die sie in den Kitas einsetzen.

Das voneinander Lernen und Erfahrungen austauschen sind wichtige Bestandteile der Ausbildung.

 

Die Ausbildung neigt sich nun langsam dem Ende zu. Zehn spannende Workshops liegen hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Im Mittelpunkt des Workshops im März wird das Theater spielen in der Natur stehen.

 

 

Wer bildet die NaturtrainerInnen aus?

So vielfältig wie die Natur selbst, so abwechslungsreich sind auch die Workshop-Themen. Durch unsere guten Kontakte zur „naturpädagogischen Szene“ haben wir viele geschulte Fachkräfte mit ins Naturtrainer-Boot holen können. Die Naturpädagogin Carola Bartelheimer aus Lübbecke hat die Gruppe von Anfang an begleitet und mit ihren vielfältigen Kenntnissen zum Erfolg des Projekts beigetragen. Daneben haben wir noch sieben weitere Profis verpflichten können. Darunter einen Gärtner, Natur- und Waldpädagoginnen, einen Förster, eine Künstlerin und eine Gartentherapeutin.

 

 

 

Was machen die NaturtrainerInnen?

Die NaturtrainerInnen gehen nicht mit einem fertigen und einmaligen Angebot in die Einrichtungen, sondern übernehmen eine Art Patenschaft. Sie unterstützen die Fachkräfte in den Kitas durch ergänzende und bereichernde Angebote und Naturerfahrungen, die den pädagogischen Bildungszielen vor Ort entsprechen. Die Einrichtung, ihre Erzieherinnen und Erzieher sowie ihr pädagogisches Konzept geben dabei den Rahmen für den Einsatz vor. Die Art und der Umfang des Engagements sind also individuell und beruhen auf gegenseitigem Einverständnis.

 

Hier einige Beispiele von Angeboten, die von den Naturtrainerinnen und Naturtrainern bereits in den Kitas durchgeführt wurden: 

  • Bau von Meisen-Nistkästen als Vater-Kind-Aktion
  • Woher kommt das Gemüse? Kinder säen, pflegen und ernten gemeinsam mit dem Naturtrainer in dessen großen Garten
  • Spinnen und ihre Netze. Zwei-Tages-Aktion für Vorschulkinder
  • Hochbeete bauen – aus Paletten werden kindgerechte Hochbeete
  • Entdeckungsreise im Wald – jede Woche geht es mit der Naturtrainerin in ein benachbartes Waldstück, begleitet von einer Einzieherin.

 Die Aufzählung wird laufend ergänzt!

 

Impressionen aus den Workshops

Fotos: Freyja Diebrok


Ihre Ansprechpartnerin

Freyja Diebrok

Projekt-Koordination NABU Herford

Tel. 0 52 23 - 90 41 63

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des NABU NRW.


Die Ausbildung durch den NABU NRW wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Schirmherrin ist Umweltministerin Christina Schulze Föcking.