Volksinitiative „Insekten retten – Artenschwund stoppen!“

BUND und NABU sammeln erste Unterschriften in Herford

Foto (NABU): Aktive von BUND und NABU sammelten erste Unterschriften von Unterstützern auf dem Neuen Markt.  v.l.n.r.: Anja Reckeschat, Freyja u. Friedhelm Diebrok, Nele Linke, Julie Mettenbrink, Bernd Meier-Lammering
Foto (NABU): Aktive von BUND und NABU sammelten erste Unterschriften von Unterstützern auf dem Neuen Markt. v.l.n.r.: Anja Reckeschat, Freyja u. Friedhelm Diebrok, Nele Linke, Julie Mettenbrink, Bernd Meier-Lammering

Mit einer Aktion auf dem Neuen Markt haben die beiden Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) letzten Freitag die NRW-Volksinitiative Artenvielfalt unterstützt.

Ursprünglich sollte die Volksinitiative bereits im April starten. Corona-bedingt hatten die Verbände den Start verschoben. Nun sollen in den nächsten Monaten unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ landesweit mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden. Dann muss sich der NRW-Landtag mit der Volksinitiative beschäftigen. In acht zentralen Handlungsfeldern fordern die Naturschützer einen deutlichen Politikwechsel, darunter "Stopp des Flächenfraßes", "mehr Waldflächen ohne Nutzung", "die Ausweitung des Biotopverbundes" und "die Ausweisung eines Nationalparks Senne"

Auch die Verbände im Kreis Herford rufen die Bürger*innen auf die Volksinitiative mit einer Unterschrift zu unterstützen und so ein deutliches Signal für notwendige Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt in NRW zu senden. „Die Artenvielfalt auf dem Land aber auch in unseren Städten und Gemeinden muss zukünftig konsequenter und besser geschützt werden, wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern einen lebenswerten Planeten hinterlassen“, sagte Bernd Meier-Lammering, der Vorsitzende des BUND Herford. „Dabei setzen wir nicht nur auf die Unterstützung unserer Mitglieder, sondern appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen.“ In den nächsten Wochen sind die Naturschützer kreisweit in den Innenstädten präsent.

"Wir alle sitzen in einem Boot, ohne die Leistungen der Natur sind wir alle aufgeschmissen", ergänzt Friedhelm Diebrok, Vorsitzender des NABU Herford. "Das Bewusstsein für den Wert der Natur wächst, aber zu langsam. Immer mehr Arten gehen immer schneller verloren. Wir müssen die Herausforderung des Artenschwundes ernst nehmen und jetzt etwas ändern. Deshalb haben wir die Volksinitiative gestartet und gehen raus auf die Straßen und Marktplätze um Unterschriften zu sammeln".

Um die Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW zum Thema im Landtag zu machen müssen mindestens 0,5 Prozent der deutschen Stimmberechtigten (ab 18 Jahren) in Nordrhein-Westfalen unterschreiben. Gültig sind nur manuelle Unterschriften auf dem offiziellen Unterschriftenbogen. Das Stimmrecht aller Unterzeichnenden müssen sich die Initiatoren der Volksinitiative von der jeweiligen Gemeinde der Hauptwohnung bestätigen lassen. Unter www.artenvielfalt-NRW.de findet man alle Informationen und die Unterschriftenbögen zum Download und Ausdrucken.