Aktion "Schmetterlingsfreundlicher Garten"

Plakette belohnt Gartenbesitzer, die neuen Lebensraum schaffen

 Foto: Freyja Diebrok - Kleiner Heufalter und Zitronenfalter tanken den Nektar des Alants
Foto: Freyja Diebrok - Kleiner Heufalter und Zitronenfalter tanken den Nektar des Alants

Was macht einen Garten schmetterlingsfreundlich?

Heimische Wildpflanzen

Eine Auswahl heimischer Wildpflanzen im Garten sorgt für nektarliefernde Blüten und Raupenfutter: Wilder Majoran, Taubenskabiose oder Blutweiderich sind ein Beispiel für zahlreiche, heimische Wildblumen, die den Faltern in der Kräuterspirale, dem Staudenbeet oder am Gartenteich reichlich Nahrung liefern. Während die Falter meist unterschiedliche Pflanzen zur Nektaraufnahme nutzen können, sind die Raupen in Bezug auf Ihre Futterpflanze wählerischer: Häufig sind es nur wenige Pflanzenarten, die hierfür in Frage kommen, wie Brennnesseln, Natternkopf, Hornklee, Wilde Möhre oder Faulbaum. Porträts schmetterlingsfreundlicher Pflanzen gibt es hier.

Ganzjähriges Blütenangebot

Ein ganzjähriges Blütenangebot, vom Frühjahr bis in den Herbst, ist für Schmetterlinge sehr wichtig. Frühe Falter wie der Zitronenfalter oder das Tagpfauenauge brauchen dringend frühblühende Arten wie die Salweide. Aber auch späte Nektarquellen im Herbst, sollten im Garten nicht fehlen. Für Wanderfalter sind Spätblüher wie Astern und Efeu, oft die letzte Nahrungsquelle vor dem Flug in den Süden. Mit einer großen Pflanzenvielfalt im Garten, erreicht man diesen Aspekt meist von ganz allein.

Giftfrei gärtnern

Im Schmetterlingsgarten wird gänzlich auf den Einsatz von Gift verzichtet, sowohl Herbizide als auch Insektizide sind tödlich für Schmetterlinge.

Wilde Ecken sind wertvoll

In aufgeräumten Gärten haben Schmetterlinge nicht die nötige Ruhe für Ihre Entwicklungsphasen: Abgeblühte Pflanzenteile werden schnell geschnitten und Gräser werden immer kurz gehalten. Auf diese Weise wird die Entwicklung der Schmetterlinge - vom Ei, über Raupe, Puppe zum Falter- gestört, denn diese Verwandlung dauert einige Wochen oder sogar Monate. Eine wilde Ecke, in der es ohne pflegerische Eingriffe wachsen und blühen darf bietet Schmetterlingen genug Zeit für ihre Metamorphose.

Überwinterungsplätze

Ein im Herbst nicht zu sehr aufgeräumter Garten bietet Schmetterlingen auch die Möglichkeit hier zu überwintern: Das Herbstlaub in den Beeten kann ruhig über den Winter liegen bleiben und abgeblühte Stauden, Sträucher und Hecken sollten erst im Frühjahr geschnitten werden. Je nach Art überwintern Schmetterlinge als Ei, Raupe oder Puppe im Boden, im Laub, in Baumhöhlen oder, wie etwa der Zitronenfalter, auch im Freien sitzend an einem Blatt. Wer also im Garten Mut zur Unordnung hat, tut Schmetterlingen und anderen Tieren damit einen großen Gefallen.

Lichtfallen vermeiden

Auch in der Dunkelheit sind Schmetterlinge unterwegs, die als Nachtfalter bezeichnet werden. Gemeinsam mit Milliarden anderer nachtaktiver Insekten fallen viele Nachtfalter der Anziehungskraft künstlichen Lichts an Gebäuden zum Opfer. Durch die künstlichen Lichtquellen verlieren sie ihre Orientierung, sie umkreisen dieses Licht und sterben letztendlich an Erschöpfung, verhungern oder verbrennen an dem Leuchtmittel. Auf Gartenbe-leuchtung sollte daher nach Möglichkeit gänzlich verzichtet werden und wenn dann sollte das Licht nur bei Bedarf an Gehwegen eingeschaltet werden.

Foto: Sebastian Hennings
Foto: Sebastian Hennings

Mehr Infos zum Thema gibt es in der NABU-Broschüre

Schmetterlinge - Entdecken und schützen

 

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Die Broschüre ist in Papierform auch in unserer Geschäftsstelle erhältlich.


Foto: Freyja Diebrok
Foto: Freyja Diebrok

 

 

 

 

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Wer Schmetterlinge sehen will, muss sie zum Essen einladen!

Am Naturgarten-Buffet nehmen viele Gäste teil:

   Alle Fotos: Freyja Diebrok